Wanderweg-Steckbrief
Rundwanderweg, Hin- und Rückweg, in der Gegend von Nasce Água, direkt in der Umgebung von Angra do Heroísmo. Wie der Name vermuten lässt, dreht sich hier alles um Wasser: die Wasserressourcen der Serra und das Erbe, das sie nutzt, von den alten Mühlen bis zum System, das die Stadt Angra do Heroísmo versorgt.
Der Ausgangspunkt liegt neben den Ruinen einer Gruppe von fünf Mühlen, nur ein Teil der mehr als 40, die einst entlang der Wasserleitung arbeiteten, die Ribeira dos Moinhos genannt wird. Von hier aus führt der Weg bergauf an der Südseite der Serra do Morião, einer 602 Meter hohen Erhebung, die die südliche Grenze der Caldeira de Guilherme Moniz markiert. Weiter unten betritt man ein Gebiet mit beschränktem Zugang, wo man den gesamten Wasserzyklus der Region gut verstehen kann: von den feuchten Luftmassen, die Regen in die Caldeira de Guilherme Moniz bringen, bis zu den Grundwassern, die an der Außenseite des Vulkans wieder austreten, wo sie gefasst, behandelt und zur menschlichen Nutzung geleitet werden.
In der Nähe der Quelle der Mãe-de-Água befindet sich das erste von drei Mini-Wasserkraftwerken in Angra, das etwa 1% des gesamten auf der Insel erzeugten Stroms produziert. In der Mitte des Hangs der Serra do Morião sieht man noch das Ausgleichsbecken, das das Wasser aus den Quellen der Furna d’Água und des Cabrito sammelt. Die Reinheit dieser Wässer verdankt viel der natürlichen Vegetation in der Umgebung, der Heide (Erica azorica), dem Lorbeer (Laurus azorica) und der Bergtraube (Vaccinium cylindraceum), unter anderen Arten, die helfen, das Wasser im Boden zu halten und zu versickern, Partikel zu filtern und das Gleichgewicht der Wasserressourcen zu bewahren.
Auf diesem Abschnitt fällt auch das Cruzeiro da Serra da Costaneira auf, ein imposantes Werk mit der Inschrift „außerhalb der christlichen Ägide kann es keinen wahren Fortschritt geben”, das die starke Religiosität seines Erbauers, des Ingenieurs José Luís Abecassis, widerspiegelt. Oben auf der Serra do Morião, im letzten Teil des Weges, öffnen sich weite Ausblicke auf Angra, den Monte Brasil und die gesamte Südküste der Insel. Der Rückweg erfolgt auf demselben Weg wie der Aufstieg, mit nur einer kleinen Variante in der Mitte.
Da der Untergrund rutschig werden kann, ist es ratsam, nach Regentagen besondere Vorsicht walten zu lassen und geeignetes Schuhwerk zu tragen.
Quelle: Trilhos dos Açores - Visit Azores