Wanderweg-Steckbrief
Dieser Wanderweg verbindet die Gemeinden Achadinha und Salga und vereint Natur mit historischen Erinnerungen. Man startet vom Jardim da Achadinha, wo man gleich auf zwei geschichtsträchtigen Denkmäler trifft. Eines davon ist ein Obelisk, der die Landung der Liberalen Truppen 1831 markiert – ein Ereignis aus dem Machtkampf zwischen Liberalen und Absolutisten, der den Weg zur konstitutionellen Monarchie in Portugal ebnete. Daneben steht das Padrão das Alminhas, ein Denkmal, das mit dem Kult der Seelen verbunden ist, einer Verehrung, die die Gemeinde seit dem 17. Jahrhundert pflegt.
Gleich zu Beginn erscheint das Casa João Melo, ein Ort, der dem Leben und Werk dieses açorischen Schriftstellers gewidmet ist und die Kultur der Region bewahrt. Von hier aus geht es in Richtung der Gegend von Risco, wo der Weg an einer Levada entlangführt, die einst ein altes Wasserrad speiste – ein Abschnitt mit mehreren Wasserfällen. Beim Aufstieg lohnt sich ein Umweg zum Poço Azul, ein Fleckchen seltener Schönheit und eines der Wahrzeichen von Achadinha.
Weiter vorne erreicht man eine Gabelung mit zwei Wegen: Nach links kehrt man zum Jardim da Achadinha zurück; nach rechts geht es weiter in Richtung des Tals des Geossítio do Salto da Farinha, ein Punkt von großem geologischen und landschaftlichen Interesse bereits auf dem Gebiet von Salga.
Im Picknickpark Fojo lohnt sich ein kleiner Umweg zur Basis des Wasserfalls Salto da Farinha. Es ist ein imposanter Wasserfall mit 40 Metern Höhe, der an der Basis einen kleinen See bildet. Der Name stammt aus der Zeit, als dort Getreide gemahlen wurde.
Zurück auf dem Hauptweg endet die Wanderung am Miradouro do Salto da Farinha. Von diesem Punkt öffnet sich der Blick auf ein Flusstal mit Hangablagerungen und einen Kiesstrand, der manchmal von Sand bedeckt ist. Der Wasserfall markiert das Ende der Ribeira das Coelhas, die sich über die steilen Klippen der Nordküste ins Meer stürzt. Das gesamte Gebiet gehört zu den Formationen des Vulkans Povoação, des ältesten polygenischen Vulkans der São Miguel, heute erloschen.
Quelle: Trilhos dos Açores - Visit Azores