PR03FLO
Difícil

Miradouro das Lagoas – Poço do Bacalhau

Flores 7 km 3h 00min 1922 m

Wanderweg-Steckbrief

7 kmEntfernung
3h 00minDauer
DifícilSchwierigkeitsgrad
1922 mHöhenunterschied
LinearStrecke
FloresInsel
GeöffnetZustand

Diese kleine lineare Wanderung durchquert die Insel Flores von dem Zentralplateau bis zur Fajã Grande im äußersten Westen. Gleich zu Beginn trifft man auf eine Reihe von Explosionskratern, die sogenannten Maare, die im Laufe der Zeit mit Wasser gefüllt wurden und zu Seen wurden. Von dort aus führt der Weg nach Westen und geht bergab, endet aber beim Poço do Bacalhau, einem Wasserfall, der über 100 Meter hoch ist.

Diese Maare sind eines der Wahrzeichen des Zentralplateaus und der Insel selbst. Sie entstanden durch hydromagmatische Eruptionen: Während das Magma aufstieg, berührte es das Wasser und verursachte Explosionen, und aus den Vertiefungen, die die Einheimischen caldeiras nennen, bildeten sich die Seen. An einem von ihnen, dem Lagoa Negra, beginnt die Wanderung. Mit 108 Metern ist es der tiefste See des gesamten Archipels, weshalb es auch als Lagoa Funda bekannt ist.

Entlang des Weges ändert sich die Landschaft erheblich. Zunächst dominieren die ausgedehnten Schutzgebiete des Plateaus, gespickt mit Seen und bedeckt mit üppiger natürlicher Vegetation; weiter vorne öffnet sich die Fajã Grande, eine Lava-Fajã an einer imposanten fossilen Steilküste von etwa 300 Metern Höhe, von der mehrere Wasserfälle herabstürzen, die permanente Wassermassen an der Basis speisen. Aufgrund ihres geologischen und landschaftlichen Wertes sind die Seen Lagoa Negra, Comprida, Seca und Branca sowie die Fajã Grande Teil der Geosites des Geoparks Açores.

Die Strecke führt auch durch zwei Gebiete von großem natürlichen Reichtum: das Naturschutzgebiet Morro Alto und Pico da Sé sowie das Landschaftsschutzgebiet der Zentralzone und Klippen der Westküste. Rund um die caldeiras konzentriert sich ein großer Teil der endemischen Flora der Azoren, Frangula azorica, Ilex azorica, Vaccinium cylindraceum, Viburnum treleasei oder Juniperus brevifolia, durchsetzt von Moosteppichen und Torf (Sphagnum sp.). Unter den Vögeln kann man den Silberreiher (Egretta garzetta), einen Zugvogel, und die größte Konzentration von Flussseeschwalben (Sterna hirundo) im Innenbereich der Insel beobachten.

Da ein großer Teil der Strecke in der Höhe verläuft, wo Nebel und Regen leicht auftreten, lohnt es sich, die Wettervorhersage zu überprüfen, bevor man aufbricht, und angemessene Schuhe und Ausrüstung für die Bedingungen mitzunehmen.

Quelle: Trilhos dos Açores - Visit Azores

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