PR02FLO
Médio

Lajedo – Fajã Grande

Flores 13.2 km 3h 30min 862 m

Wanderweg-Steckbrief

13.2 kmEntfernung
3h 30minDauer
MédioSchwierigkeitsgrad
862 mHöhenunterschied
LinearStrecke
FloresInsel
GeöffnetZustand

Der Wanderweg beginnt in der Gemeinde Lajedo und folgt der Südwestküste der Insel São Jorge und verbindet die Lavaebenen Fajãzinha und Fajã Grande, zwei Orte, die sowohl durch ihre Landschaft als auch durch ihr natürliches, kulturelles und geologisches Interesse bestechend sind. Im Lajedo entstand die erste Siedlung auf der Westseite der Insel; erst später entstanden das Mosteiro, die Fajãzinha und die Fajã Grande. Die Landwirtschaft, heute nur noch Subsistenzwirtschaft, hatte hier einst erhebliches Gewicht: In den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts wurde hier handwerklich Butter hergestellt und in Dosen auf das portugiesische Festland verschickt.

Das erste Drittel der Strecke erstreckt sich über drei aufeinanderfolgende Täler, etwa 3 km lang, mit Blick auf die Felsaufschlüsse der Südwestküste, darunter das Ilhéu do Cartário. An diesen Klippen siedeln sich wichtige Kolonien von Seevögeln an, wie der Gelbschnabel-Sturmtaucher (Calonectris borealis), die Flussseeschwalbe (Sterna hirundo) und die Rosenseeschwalbe (Sterna dougallii).

Im nächsten Abschnitt führt der Weg durch die Häuser von Mosteiro, der Gemeinde mit den wenigsten Einwohnern des Landes nach den letzten Volkszählungen. Von hier aus erhält man auch einige der besten Blickwinkel auf die Rocha dos Bordões, ein Geotop, Naturdenkmal und eines der Symbole der Azoren: eine seltene Formation mit über 200 imposanten prismatischen Basaltsäulen, die an aus Stein gehauene Wanderstöcke erinnern.

Im letzten Abschnitt öffnet sich der Aussichtspunkt Portal über die Geotope Fajãzinha und Fajã Grande, in einer der schönsten Küstenlandschaften der Azoren. Die fossile Steilküste mit etwa 300 Metern Höhe trennt diese Fajãs vom Zentralplateau der Insel und lässt mehrere Wasserfälle herabstürzen, die permanente Wassermassen an der Basis speisen, die sogenannten Poços, von denen die bekanntesten der Poço do Bacalhau und der Poço da Ribeira do Ferreiro sind, auch als Lagoa das Patas bekannt. Im Hintergrund verleihen die Häuser von Fajãzinha, Fajã Grande und Ponta da Fajã dem Ganzen einen malerischen Touch.

Da die Strecke mehrere Wasserläufe kreuzt und auf Steinboden verläuft, der nach Regentagen rutschig werden kann, ist es ratsam, nach Regentagen besondere Vorsicht walten zu lassen und geeignetes Schuhwerk zu tragen.

Quelle: Trilhos dos Açores - Visit Azores

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