Fajã Grande ist eine ländliche Gemeinde im Kreis Lajes das Flores auf der Insel Flores. Zusammen mit Fajãzinha bildet sie eine der schönsten Landschaften der Azoren, eingebettet in riesige Felsklippen, an denen Wasserfälle von unvergleichlicher Schönheit herabstürzen.
Mit einer sehr kleinen Bevölkerung von nur etwa 200 Einwohnern ist sie dennoch eine der bevölkerungsreichsten Gemeinden im Kreis Lajes das Flores und ein beliebter Anlaufpunkt für viele Inselbewohner im Sommer. In dieser Zeit öffnen Bars und Restaurants ihre Türen, um die Sommergäste zu empfangen. Dennoch bleibt die Atmosphäre von großer Ruhe und Frieden geprägt.

(C) José Luís Ávila Silveira/Pedro Noronha e Costa
Fajã Grande ist der Ort, an dem man sich wünscht, zu verweilen und diese üppige grüne Kulisse und die einzigartige Atmosphäre der Azorenküste zu bewundern.
Diese wunderschöne Gemeinde wird einerseits von der riesigen Rocha da Fajã begrenzt, die an einigen Stellen über 600 Meter hoch ist, und andererseits von der niedrigen, zerklüfteten Küste. Fajã Grande gilt auch als der westlichste Punkt Europas, westlich davon liegt nur die unbewohnte kleine Insel Monchique.
Geschichte von Fajã Grande
Die Region wurde Anfang des 16. Jahrhunderts erschlossen und ihre Siedlung wuchs schnell. Wenige Jahrzehnte später war Fajã Grande bereits ein Zentrum des Handels, das in seinem Hafen die Karavellen aus Indien empfing, die in seinen Gewässern Erfrischung fanden, da es das erste Land war, das sie auf der Rückkehr vom offenen Meer erreichten.

(C) José Luís Ávila Silveira/Pedro Noronha e Costa
Die Region war auch wegen der einfachen Anlandemöglichkeiten ein bevorzugter Ankerplatz für Piraten und Korsaren. Fajã Grande florierte in den folgenden Jahrhunderten weiter und erwarb die heutige städtebauliche Struktur, die sie so sehr von den übrigen ländlichen Gemeinden der Azoren unterscheidet.

